Servas Kollegen.
Übers Wochenende war ich als Betreuer von F&F auf dem Raubfischseminar am Ossiacher See unterwegs. Das Wetter war eigtl. okay, bewölkt und überwiegend trocken. Nur den Samstagmorgen goss es aus Kübeln. Insgesamt waren es 27 Teilnehmer die allesamt vom Boot aus fischten. Die Lufttemperatur lag bei ca. 22 Grad, die Wassertemperatur bei guten 16 Grad. Eben dieses warme Wasser versprach keine guten Fangaussichten. Die Fische standen auf dem Echolot press am Grund in 35 Meter Tiefe. Da kam man auch mit dem besten Schleppsystem nur schwer, oder besser gesagt - gar nicht hin.
Die Truppe war bunt gemischt. Éin paar Deutsche, ein Holländer, ein Luxemburger und der größte Teil kamen aus Österreich.
Insgesamt wurden "nur" 4 Hechte gefangen, der größte mit 72cm bereits am ersten Abend vom Luxemburger. Der größte Hecht im letzten Jahr hatte 1,23m auf eine geschleppte Forelle am Stucki-System.
Unter den Austrianern war auch die gesamte Belegschaft von Angelsport Hemetsberger aus Fischlham nähe Wels. In einigen guten Gesprächen beim abendlichen Bier rieben mir die Jungs natürlich wieder unter die Nase welche tollen Gewässer sie in ihrer Region haben mit Donau, Traun etc.
Na jedenfalls schoß der Chef (Michael) am Freitagabend den Vogel ab. Beim Schleppen mit einem Salmowobbler und feinem Zandergerät stieg ihm ein Waller ein. 2,5 Stunden Kampf war angesagt und er hat den Brocken tatsächlich rausbekommen. 1,95m und geschätzt irgendwas zwischen 50-60 Kilo hatte der Brummer. Zwischendurch musste Michael in ein anderes (stabileres) Boot umsteigen, weil diesen Brocken hätte die Nussschale zum kentern gebracht
Am Ufer angekommen war auch schon die örtliche Presse vor Ort und machte ordentlich Fotos von der Aktion. Auch den Drill mit der Viedokamera (leider ohne Ton) haben sie größtenteils gefilmt. Schon krass was die Rute ausgehalten hat die ganzen 2,5 Stunden. Der Stecken war permanent krumm weil der Waller sich am Grund festsetzte. Dickes Petri nochmals an dieser Stelle!
Mir war es leider nicht vergönnt beim Schleppen erfolgreich zu sein. Am Freitagmorgen machte ich einen zweistündigen Ausflug ins Villacher Stadtgebiet zu Campingwelt Falle, der hatte an diesem Wochenende einen Flohmarkt und ich konnte ein paar Schnäppchen machen. Und weil es um die Ecke war, bin ich grade nochmal kurz zur Gail gefahren und habe etwas die Fliege geworfen. Einige Italiener und ein Schweizer waren auch vor Ort. Den gerüchten zufolge sagt man Italienern ja nach das sie gute Fischer sind. Das kann ich aus Fliegenfischersicht zumindest bestätigen. Die Jungs haben geworfen als gäbs kein morgen mehr, wunderschön und beneidenswert!
Los gings mit meiner Minimalistenausstattung. Nach dem Diebstahl am 1. Mai diesen Jahres kam ich noch nicht dazu mir wieder eine gute Rolle und Rute zuzulegen.
Ich also eine Trockenfliege montiert und es probiert. In der Hoffnung das keine Bachforelle anbeißt (haben ja schon Schonzeit) ging mir nach 4 Würfen bereits der erste Fisch an den Haken. Eine schöne 35er Rebo stieg auf meine Red Tag ein. Leider kann ich euch kein besseres Foto davon präsentieren. Mit dem Selbstauslöser hat es sich ziemlich verblitzt!
Mittags gings wieder auf dem See. Hatte einen Münchner mit auf meinem Boot, der allerdings auch nichts fing. Dann schlug ich vor das wir das Schleppen beendeten und uns aufs Spinnfischen vom Boot aus konzentrierten, da ich hier am See einige gute Stellen auf Barsch kenne. Und es war Verlass. Konnte vier schöne Barsche auf Spinner und kleinen Wobbler ergattern, so zwischen 20 und 25cm. Der Münchner konnte nur einen Minibarsch fangen, auf einen 2er D.A.M.-Spinner den ich ihm borgte. Habe ihm das Ding dann nachher geschenkt weil er mir so Leid tat

Meine Barsche hat er mit seiner Kamera geknipst, da warten ich noch auf die Bilder die er mir schicken wollte.
Sonntag nach dem Frühstück um halb 9 gings auf die Tauernautobahn Richtung Heimat. Um 17:30 Uhr war ich dann zu Hause. Das waren zwei letzte anstrengende aber auch spaßige Fischerwochenenden mit Holland und Kärnten. Jetzt ist es aber erstmal gut denn die Arbeit ruft wieder zu Hause.
Petri Jungs.